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Das Leben ist zu kurz um sich auf faule Kompromisse einzulassen
Hier findet man eine schöne Grafik vom RKI dazu: https://edoc.rki.de/bitstream/handle...4-Syphilis.pdf
Die Zahl der infizierten Frauen liegen seit 2001 auf nahezu konstantem Niveau. Die steigenden Fallzahlen sind fast ausschließlich auf Männer zurückzuführen bzw. auf Geschlechtsverkehr zwischen Männern. Auch die Fallzahlen zu Gonorrhoe und Chlamydien steigen. Ein Grund hierführ scheinen sogenannte PrEP zu sein; das heißt, man nimmt regelmäßig Medikamente ein, wodurch man Sex mit HIV-positiven Menschen haben kann und vor Ansteckung geschützt ist. Dadurch ist man generell unvorsichtiger, weil man vor HIV geschützt ist.
Ist allerdings unklar, ob das auch für SDL gilt. Glaube nicht, dass man diese Gruppe mit der Normalbevölkerung vergleichen kann.
Wäre aber auch grundsätzlich nicht unbedingt meine größte Gesundheitssorge im Business. Die Behandlung im frühen Stadium besteht aus einer einzigen intramuskulären Penicillin-Injektion (Tabelle 1 auf S.3). Danach ist man geheilt.
Geändert von Weaver0815 (29.09.2025 um 08:07 Uhr)
Ich kannte eine Tänzerin, die sich die Syph bei einem Tinderdate geholt hat.
Mag sein, dass die Behandlung einfach ist, aber das Problem ist, dass es erst mal diagnostiziert werden muss.
Bei der Dame hat es einige Arztbesuche gedauert, bis mal einer die richtige Idee hatte und danach suchte.
SDL müssen regelmässig ein Gesundheitszeugnis machen lassen. Da würde es also sehr frühzeitig bemerkt.
Wer mal die Syph hatte, hat beim Bockschein immer einen Marker. Das will auch die SDL nicht.
Ist manchmal erklärungsbedürftig, wenn da ein positiver Test drin ist. Es zeigt aber an, dass es nicht aktiv ist.
Ab Ü40 sollte man als Mann ohnehin regelmässig einen Gesundheitscheck und Blutbild machen lassen.
Dabei kann man den Arzt bitten, das Blut auch gleich auf sexuell übertragbare Infektionen testen lassen.
Gar kein Problem. Mache ich seit Jahren.
Noch ein bisschen Service... Hab mal gegoogelt. Das ist schon ne ganz andere Liga als mal ein bisschen Chlamydien etc.
Eine nicht erkannte Syphilis kann schwerwiegende Folgen wie Organschäden oder Nervensystemschäden haben, da sich die Krankheit über verschiedene Stadien hinweg unbemerkt ausbreiten kann. Die Symptome können minimal sein und übersehen werden, weshalb regelmäßige Tests bei wechselnden Sexualpartnern ratsam sind. Frühe Diagnose und Behandlung mit Antibiotika sind entscheidend, um die Syphilis zu heilen und langfristige Schäden zu verhindern.
Folgen einer nicht erkannten Syphilis
Fortschreiten der Infektion: Ohne Behandlung schreitet die Syphilis in verschiedenen Stadien voran, die von Monaten bis zu Jahren dauern können.
Schwere Organschäden: In der Tertiärphase kann die Infektion lebensbedrohliche Schäden an inneren Organen wie Herz, Gehirn und Nervensystem verursachen.
Neurologische Komplikationen (Neurosyphilis): Die Syphilis kann das Gehirn und das Rückenmark befallen und zu Symptomen wie Lähmungen, Persönlichkeitsveränderungen, Demenz, Hör- und Sehstörungen führen.
Erhöhtes HIV-Risiko: Eine Syphilis-Infektion steigert das Risiko einer Ansteckung mit HIV.
Risiko für das Kind: Bei infizierten Schwangeren können die Erreger auf das Kind übertragen werden (angeborene Syphilis), was zu Fehl-, Früh- oder Totgeburten und schweren Organschäden beim Kind führen kann.
Warum wird Syphilis nicht erkannt?
Fehlende oder minimale Symptome: Viele Menschen, insbesondere in den frühen Stadien, haben keine oder nur sehr milde Symptome, die sie leicht übersehen.
Symptomfreie Phasen (Latenzphase): Nach den ersten Symptomen folgt oft eine symptomfreie Phase, in der die Infektion jedoch weiter besteht und ansteckend ist.
Irrtümliche Heilung: Antibiotika, die aus anderen Gründen verordnet werden, können eine latente Syphilis heilen, was als wichtiger Grund für die geringe Zahl später Syphilis-Fälle in Industrieländern gilt.
Was ist zu tun?
Regelmäßige Tests: Bei häufig wechselnden Sexualpartnern wird ein jährlicher Test auf Syphilis empfohlen, um die Krankheit rechtzeitig zu erkennen.
Tests bei Verdacht: Bei Verdacht auf eine Ansteckung ist ein Test sinnvoll. Dieser ist in Arztpraxen, Gesundheitsämtern und bei Organisationen wie der Aidshilfe möglich.
Frühe Behandlung: Eine frühzeitige Diagnose und die Behandlung mit Antibiotika sind entscheidend für eine vollständige Heilung und um die Übertragung der Krankheit zu verhindern.
Soweit ich weiß gibt es nur eine Pflicht zur regelmäßigen Gesundheitsberatung. Testen lassen müssen sich die SDL meines Wissens nach nicht, viele tun es aber natürlich trotzdem. Der hier genannte Schein wurde in Deutschland 2001 abgeschafft.
Genau, wer im Business aktiv ist, sollte das regelmäßig machen zum Schutz von einem selbst und auch anderen. Geht anonym im Gesundheitsamt je nach Amt kostenlos oder gegen eine kleine Gebühr.
Es gibt auch einen 97% genauen Schnelltest, den man in der Apotheke oder online bestellen kann.
Geändert von Weaver0815 (02.10.2025 um 12:31 Uhr)
Eine verpflichtende Gesundheitsprüfung für SDL wäre mir neu. Mir ist kein Gesetz bekannt, das eine solche Untersuchung vorschreibt.
Richtig ist jedoch, dass eine Gesundheitsberatung verpflichtend ist, dabei findet aber keine ärztliche Untersuchung statt.
Ebenfalls richtig ist, dass manche Gesundheitsämter freiwillige und kostenlose Untersuchungen auf sexuell übertragbare Krankheiten anbieten.
Quelle: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/...gesetz--117364Mit der Gesundheitsberatung soll sichergestellt werden, dass alle Prostituierten Zugang zu wesentlichen Informationen zum Gesundheitsschutz erhalten. ... Bei der gesundheitlichen Beratung erfolgt keine ärztliche Untersuchung.
Zum Thema: von den sexeull übertragbaren Krankheiten sind nur einige wenige meldepflichtig, und das nichtnamentlich: Syphilis, HIV; Gonorrhö; Hepatitis, manche Chlamydien. Die Statistik dazu dürfte also halbwegs verlässlich sein, zeichnet aber nur ein unvollständiges Bild. Außerdem führt ein positiver Befund nicht dazu, dass eine SDL "aus dem Verkehr gezogen" wird. In anderen Worten: eine infizierte SDL darf weiter arbeiten und (potentiell) uns Freier gefährden. Ein Freierschutzgesetz gibt es nicht.
PS: Für die Praxis relevante krankheiten, Herpes, HPV, Trichomonas, und andere gibt es keine guten Daten.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__6.html , https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__7.html
"Ich glaube, ich bin auf dem Weg, Sex zu kaufen, ich brauche Hilfe."
Sorry, irgendwie habe ich deinen Beitrag nicht gelesen, bevor ich meinen Senf abgegeben hatte -.
Erstmal danke für die Sachlichkeit.
Wow, es gibt Schnelltests für die drei häufigsten Problemkrankheiten: All-in-One STI-Testpaket .
Wäre doch cool, wenn ein regelmäßiger Check zum Standard im P6 werden würde.
"Ich glaube, ich bin auf dem Weg, Sex zu kaufen, ich brauche Hilfe."
Doch, dass ist 100% zutreffend. Was soll sich in 1,5 Jahren geändert haben? Der Bericht zeigt eine Kurve bzw eine Linie mit steigenden Fallzahlen. Führt man diese Linie fort bzw zeichent das gleitende Mittel ein, kommt man im Jahr 2024 ungefähr bei den Fallzahlen heraus, die auch angegeben werden.
Dass Männer den Großteil der Fälle ausmachen, trifft auch noch zu "Bei den gemeldeten Fällen mit Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsweg wurde in den letzten Jahren über 80 % aller Syphilis-Infektionen durch sexuelle Kontakte zwischen Männern übertragen (z.B. 84,0 % im Jahr 2014 und 85,6 % im Jahr 2022)." Im Jahr 2024 liegen wir bei 92%.
Ich weiß nicht, woher du die Zahlen nimmst. Einfach zu behaupten, dass es so ist und zu fragen was sich geändert haben soll, ist zu wenig. Quellenangaben fehlen.
Fakt ist, dass der Bericht 2024 angefertigt wurde und die Statistik 2022 endet. Wer mal Statistik gelernt hat weiß, das es problematisch ist einfach eine Kurve weiterzuziehen und davon auszugehen, dass es in einem bestimmten Jahr (2025) dann genauso ist. Hättest du das Gleiche im Jahr 2021 gemacht, hättest du ebenfalls eine Steigerung abgeleitet, tatsächlich gab es aber einen Rückgang. Mit gleitendem Durchschnitt kannst du vielleicht einen langfristigen Trend vermuten, mehr aber nicht.
Ich bestreite gar keine Zahlen, weil ich keine zuverlässige Quelle habe. Die Herleitung für 2025 konkret aus dem obigen Bericht ist nicht sicher begründet. In dem Bericht werden über den Berichtszeitraum auch mehrere Zeiträume genannt, in denen die Zahlen gesunken sind.
Aktueller Bericht aus dem Sept. 2025:
https://www.deutschlandfunk.de/neuer...hland-100.html
Dem Robert Koch-Institut wurden im vergangenen Jahr 9.519 Syphilis-Fälle gemeldet. Das gab das Institut in seinem epidemiologischen Bulletin bekannt. Im Jahr davor waren es 9.159 Fälle; das entspricht einem Zuwachs von 3,9 Prozent.
Bei der Verteilung der Syphilis-Infektionen zeigen sich große regionale Differenzen. Die höchsten Inzidenzen wurden im vergangenen Jahr demzufolge in Berlin (knapp 36 Fälle pro 100.000 Einwohner) und Hamburg (knapp 30 Fälle pro 100.000 Einwohner) registriert. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 11,2 Fällen pro 100.000 Einwohner. Den bundesweit niedrigsten Wert gab es in Brandenburg mit 4,5 Fällen pro 100.000 Einwohner.
Auch bei den Geschlechtern gibt es deutliche Unterschiede. Meist sind Männer betroffen; der Anteil infizierter Frauen lag im vergangenen Jahr bei knapp acht Prozent.
Meine Quellen sind die RKI-Berichte.
Wer Statistik gelernt hat, weiß außerdem, dass ein gleitender Durchschnitt keinen exakten nächsten Wert vorhersagt, sondern einen Trend beschreibt. Der tatsächliche nächste Jahreswert liegt immer etwas über oder unter der Trendlinie, ohne dass der Trend dadurch ungültig wird.
Wenn man die inzwischen vorliegenden Zahlen für 2023 und 2024 betrachtet (9159 und 9519 Fälle), zeigt sich, dass der vom RKI bis 2022 dokumentierte Anstieg die Entwicklung der folgenden Jahre gut beschreibt.
Die neue Zeitreihe bestätigt also den Trend und widerspricht diesem nicht
Damit ergibt sich auch für 2025 eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Fallzahlen weiter steigen oder zumindest auf hohem Niveau bleiben, selbst wenn der Wert niedriger als 2024 ausfallen sollte. Kurze Rückgänge wie 2020 und 2021 ändern am langfristigen Anstieg nichts, es sind lediglich typische Schwankungen.
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