BW7-Logo BG
Nein zum Nordischen Modell
Erotik Fachportal
Erosvoyeur
BW7-Logo
Seite 62 von 64 ErsteErste ... 125258596061626364 LetzteLetzte
Ergebnis 1.526 bis 1.550 von 1581

Thema: Dorothee Bär (CSU) fordert Sexkaufverbot

  1. #1526
    Senior Member
    Registriert seit
    15.08.2024
    Beiträge
    626

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 32
    letzte 365 Tage: 29
    letzte 30 Tage: 3
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    418
    Erhielt 395 Danke für 214 Beiträge
    Die Unterstützer des Nordischen Modells werden sowas mal wieder zu einer Erfolgsmeldung umdichten. Das Gegenteil ist der Fall. Schweden hat das Nordische Modell jetzt seit 27 Jahren. Trotz angedrohten Gefängnisstrafen und maximaler gesellschaftlicher Ächtung gibt es immer noch Prostitution, und die Nachfrage kommt nicht etwa vom Rand der Gesellschaft, sondern aus breiten Bevölkerungsschichten:

    "Die beiden jüngsten Täter, die bei dem Einsatz festgenommen wurden, waren 18 Jahre alt. Der älteste war 78 Jahre. Mehrere Tatverdächtige arbeiten unter anderem als Lehrer oder Angestellte bei verschiedenen Behörden."
    Auf diese Leute ist man auch nur gekommen, weil sie so unvorsichtig waren und mit einer App bezahlt haben. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wieviele hat man nicht erwischt, weil sie bar bezahlt haben?

    So etwas für den Menschen im Grunde Unwichtiges wie Cannabis war Jahrzehnte lang kriminalisiert, je nach Bundesland teils mit drakonischen Strafen (man denke an Bayern). Die Leute haben trotzdem konsumiert. Die Abschreckung hat nicht funktioniert. Wie kann man so naiv sein, zu glauben, dass es bei einem menschlichen Grundbedürfnis wie Nähe und Intimität funktionieren wird?
    Geändert von Weaver0815 (14.11.2025 um 09:55 Uhr)

  2. #1527
    Senior Member
    Registriert seit
    09.12.2011
    Ort
    HD,Ma-Lupi
    Beiträge
    956

    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 0
    letzte 365 Tage: 0
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    856
    Erhielt 628 Danke für 387 Beiträge
    Zitat Zitat von Weaver0815 Beitrag anzeigen

    So etwas für den Menschen im Grunde Unwichtiges wie Cannabis war Jahrzehnte lang kriminalisiert, je nach Bundesland teils mit drakonischen Strafen (man denke an Bayern). Die Leute haben trotzdem konsumiert. Die Abschreckung hat nicht funktioniert. Wie kann man so naiv sein, zu glauben, dass es bei einem menschlichen Grundbedürfnis wie Nähe und Intimität funktionieren wird?
    Passt gut zu deinem Beitrag.
    Heute in unserer Tageszeitung gelesen. Augsburger Allgemeine:"Regieren bedeutet, Menschen notfalls mit unbequemen Dingen zu konfrotieren". Also sollte eine Regierung deiner Meinung nach keine unbequemen Gesetze mehr verabschieden?.

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu Woller für den nützlichen Beitrag:


  4. #1528
    Senior Member
    Registriert seit
    15.08.2024
    Beiträge
    626

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 32
    letzte 365 Tage: 29
    letzte 30 Tage: 3
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    418
    Erhielt 395 Danke für 214 Beiträge
    Zitat Zitat von Woller Beitrag anzeigen
    Also sollte eine Regierung deiner Meinung nach keine unbequemen Gesetze mehr verabschieden?
    Doch, unbedingt. Das unbequeme Gesetzt ist das ProstG und ProstSchG. Die unbequeme Wahrheit ist, dass sich Prostitution nicht abschaffen lässt, eine Kriminalisierung der Nachfrage die Situation für die Prostituierten stark verschlimmert und der beste Weg die Legalisierung mit staatlicher Aufsicht und Regulierung ist.

    Ich bin zugegebenermaßen bei dem Thema befangen. Aber das ist nicht nur meine persönliche Meinung, sondern auch die Meinung vieler Menschenrechts- und Hilfsorganisationen. Human Rights Watch hat es z.B. sehr gut zusammengefasst:

    "The Nordic model has a devastating impact on people who sell sex to earn a living. Because its goal is to end sex work, it makes it harder for sex workers to find safe places to work, unionize, work together and support and protect one another, advocate for their rights, or even open a bank account for their business. It stigmatizes and marginalizes sex workers and leaves them vulnerable to violence and abuse by police as their work and their clients are still criminalized.
    ...
    Decriminalizing sex work maximizes sex workers’ legal protection and their ability to exercise other key rights, including to justice and health care. Legal recognition of sex workers and their occupation maximizes their protection, dignity, and equality. This is an important step toward destigmatizing sex work.
    ...
    Human Rights Watch supports full decriminalization rather than the Nordic model because research shows that full decriminalization is a more effective approach to protecting sex workers’ rights."

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Weaver0815 für den nützlichen Beitrag:


  6. #1529
    Senior Member
    Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    679

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 10
    letzte 365 Tage: 2
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    1.280
    Erhielt 676 Danke für 334 Beiträge
    Zitat Zitat von Weaver0815 Beitrag anzeigen
    Doch, unbedingt. Das unbequeme Gesetzt ist das ProstG und ProstSchG. Die unbequeme Wahrheit ist, dass sich Prostitution nicht abschaffen lässt, eine Kriminalisierung der Nachfrage die Situation für die Prostituierten stark verschlimmert und der beste Weg die Legalisierung mit staatlicher Aufsicht und Regulierung ist.

    Ich bin zugegebenermaßen bei dem Thema befangen. Aber das ist nicht nur meine persönliche Meinung, sondern auch die Meinung vieler Menschenrechts- und Hilfsorganisationen. Human Rights Watch hat es z.B. sehr gut zusammengefasst:
    Ja klar sind wir hier alle befangen… ich auch.

    Es gibt halt Themen wie Prostitution, Drogen und viele andere die polarisieren. Und ein mantrartiges wiederholen von Argumenten beim falschen Adressaten bringt wenig bis gar nix. Es wird die Diskussion nicht stoppen und „etwas“ verhindern. Mir fehlt hier eine wirkliche „Gegenwehr“ der betroffenen die davon leben (wollen). OK die sollen ja nicht direkt bestraft werden. Die eine oder andere erhofft sich womöglich höhere Preise… wer weiß. Aber scheinbar sind die fein damit… Wehrhaftigkeit schaut für mich anders aus.

    Ich sehe und erlebe nur „gute“ Prostitution. Selbstbestimmte Frauen die freiwillig und gern auf diese Art und Weise ihr Einkommen erzielen. Aber sind wir doch mal ehrlich. Wo Licht ist, ist auch Schatten… „Räumlichkeiten“ die sehr weit von „schöner Wohnen“ entfernt angesiedelt sind, regelmäßig kann man davon lesen, dass mal wieder eine Dame überfallen worden ist (oder schlimmer), oder von „Syndikaten“ die da ein zweifelhaftes Geschäftsmodel betreiben.

    Ja kein Grund alles zu verbieten denken viele… ist ja alles schon „strafbar“… andere denken anders darüber und das ist deren Recht.

    Wir sollten uns auch mal fragen, warum so wenig deutsche Damen im „Angebot“ sind oder wie kommen all die vielen Damen aus (vielen) nicht europäischen Ländern (legal) zu uns kommen. Beziehungsweise eine „Arbeitserlaubnis“ erhalten.

    Irgendwo sind wir eine sehr kleine aber privilegierte Gruppe die es sich leisten kann und will für eine Stunde das rauszuhauen wovon mache einen Monat (einfache) Nahrungsmittel kauft… oder an einem Clubtag das Äquivalent der monatlichen „Hilfe“ von auf staatliche Hilfe angewiesenen ausgibt. Klar ist das das eigene Geld das man ausgibt, aber es schadet nicht auch mal über den Tellerrand zu schauen, anstelle zu zitieren, was einem „gefällt“ oder in den Krem passt.

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu bilch für den nützlichen Beitrag:


  8. #1530
    Senior Member
    Registriert seit
    15.08.2024
    Beiträge
    626

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 32
    letzte 365 Tage: 29
    letzte 30 Tage: 3
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    418
    Erhielt 395 Danke für 214 Beiträge
    Zitat Zitat von bilch Beitrag anzeigen
    „Räumlichkeiten“ die sehr weit von „schöner Wohnen“ entfernt angesiedelt sind, regelmäßig kann man davon lesen, dass mal wieder eine Dame überfallen worden ist (oder schlimmer), oder von „Syndikaten“ die da ein zweifelhaftes Geschäftsmodel betreiben.

    Ja kein Grund alles zu verbieten denken viele.
    Interessant, dass du dieses Argument bringst, denn es ist nicht nur kein Grund alles zu verbieten, sondenr sogar ein Argument dagegen, es zu verbieten, denn mit dem Nordischen Modell würde genau so die gesamte Prostitution aussehen. Auf der Straße, auf Parkplätzen, in schäbigen anonymen Wohnungen, über dubiose Apps, alles kontrolliert vom Abschaum der Gesellschaft - Zuhältern und Schwerkriminellen.

    Angemeldete Prostituierte? Gibts nicht mehr.
    Erlaubnispflichtige und staatlich regulierte Prostitutionsstätten? Gibts nicht mehr.
    Pflicht zur Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnis für Betreiber und Angestellte von Prostitutionsstätten? Gibts nicht mehr.

    Vielleicht mal hier reinschauen:

    https://sozialministerium.baden-wuer...-Pflichten.pdf

    Das in deinen Worten "mantrartige wiederholen beim falschen Adressaten", scheint notwendig zu sein, denn das scheint offensichtlich bei denen, die mit dem Nordischen Modell liebäugeln, nicht anzukommen, und ich würde vermuten, du gehörst dazu, daher auch schon irgendwo der richtige Adressat.

    Zitat Zitat von bilch Beitrag anzeigen
    Wir sollten uns auch mal fragen, warum so wenig deutsche Damen im „Angebot“ sind
    Das kann ich dir sagen:

    Durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen in Rumänien: 1.056 €.

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_o...monthly_salary

    Wenn eine Prostituierte nach allen Kosten netto im Monat 10.000 € verdient (und das machen viele, nicht nur die Topverdienerinnen im Sharks), ist das für eine Rumänin der 10-fache Durchschnittslohn in ihrer Heimat. Lieber 1 Monat im Saunaclub arbeiten oder 10 Monate daheim?

    Der Euro hat in Rumänien außerdem ungefähr die doppelte Kaufkraft. Sie kann sich dort also soviel kaufen wie hier für 20.000 €, alles netto, Miete oft schon eingerechnet. Zum Vergleich: Ein Chefarzt verdient in Deutschland ca. 20.000 € brutto im Monat. Eine erfolgreiche SDL nimmt also kaufkraftbereinigt ein doppeltes deutsches Chefarztnettogehalt mit nach Rumänien, und auch wenn viele SDL vielleicht weniger verdienen als 10.000 € oder ich mich irgendwo verrechnet habe, was durchaus sein kann, ist es für rumänische Verhältnisse immer noch eine immense Summe, die da zusammen kommt.

    Dass hier vor allem Prostituierte aus Ländern mit niedrigem Lohnniveau arbeiten, liegt nicht daran, dass keine deutsche Frau in diesem Job arbeiten will, sondern daran, dass der finanzielle Anreiz für eine Rumänin viel größer ist. Das sieht man ja auch im High-Class Escort: Für 400-500 €/Std. finden sich auf einmal viele deutsche Frauen, die es machen wollen.

    Zitat Zitat von bilch Beitrag anzeigen
    es schadet nicht auch mal über den Tellerrand zu schauen, anstelle zu zitieren, was einem „gefällt“ oder in den Krem passt.
    Es geht nicht darum, was mir in den Kram passt, sondern um die objektive Faktenlage und die sieht nunmal so aus, dass der weit überwiegende Teil der Menschenrechtsorganisationen, Prostituiertenhilfsorganisationen, Wohlfahrtsverbände, politischen Parteien sowie zahlreiche andere Organisationen das Nordische Modell ablehnen. Es gibt gem. UN 193 Länder auf der Welt. Das Nordische Modell eingeführt haben davon ganze 8.

    Such doch mal nach Unterstützern dieses Modells. Da findest du hauptsächlich ein paar Vereine die sich teilweise nicht einig sind, die Alice-Schwarzer-Clique, die CDU und ein paar Einzelpersonen. Das Modell wird einfach derzeit weitgehend abgelehnt, und zwar weltweit. Darum gehts, nicht darum, was mir in den Kram passt.
    Geändert von Weaver0815 (15.11.2025 um 13:53 Uhr)

  9. #1531
    Webmaster Avatar von Joker
    Registriert seit
    12.08.2002
    Ort
    Schwabenländle
    Beiträge
    6.176
    Danke
    1.233
    Erhielt 8.767 Danke für 2.621 Beiträge
    Zitat Zitat von bilch Beitrag anzeigen
    Ich sehe und erlebe nur „gute“ Prostitution. Selbstbestimmte Frauen die freiwillig und gern auf diese Art und Weise ihr Einkommen erzielen. Aber sind wir doch mal ehrlich. Wo Licht ist, ist auch Schatten… „Räumlichkeiten“ die sehr weit von „schöner Wohnen“ entfernt angesiedelt sind, regelmäßig kann man davon lesen, dass mal wieder eine Dame überfallen worden ist (oder schlimmer), oder von „Syndikaten“ die da ein zweifelhaftes Geschäftsmodel betreiben.
    Darf ich kurz nachfragen, auf welche Quellen du dich beziehst, wenn du schreibst, dass man "regelmäßig davon lesen kann"?
    Mir ist eine solche Häufung aus seriösen Quellen bisher nicht begegnet – vor allem nicht in genehmigten Betrieben, wo Alarmknopf & Sicherheitskonzept Pflicht sind.
    Joker

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Joker für den nützlichen Beitrag:


  11. #1532
    Senior Member
    Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    679

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 10
    letzte 365 Tage: 2
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    1.280
    Erhielt 676 Danke für 334 Beiträge
    Zitat Zitat von Joker Beitrag anzeigen
    Darf ich kurz nachfragen, auf welche Quellen du dich beziehst, wenn du schreibst, dass man "regelmäßig davon lesen kann"?
    Mir ist eine solche Häufung aus seriösen Quellen bisher nicht begegnet – vor allem nicht in genehmigten Betrieben, wo Alarmknopf & Sicherheitskonzept Pflicht sind.
    Natürlich… wo für jemanden die „Häufigkeit“ anfängt ist schwierig fest zu machen.

    Gefühlt lese ich übergriffe auf Prostituierte oder über Ermittlungen im Bereich Prostitution leider sehr regelmäßig (zu oft für mich). Bild, Spiegel, Focus usw… ich habe mal ein paar links angefügt mit den jeweiligen Suchworten. Wie die Ermittlungen ausgegangen sind kann ich nicht sagen.

    Suche „Prostitution Razzia“

    https://www.ndr.de/nachrichten/schle...news-1106.html

    https://www1.wdr.de/nachrichten/west...iland-100.html

    https://www.hessenschau.de/panorama/...baden-100.html

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-...hnder-100.html


    Suche „Prostituierte überfallen“

    https://www.ndr.de/nachrichten/hambu...ozess8688.html

    https://rp-online.de/nrw/staedte/due..._aid-137037549

    https://www.noz.de/lokales/osnabruec...inger-49188967

    Es gibt natürlich auch Opfer auf der anderen „Seite“

    https://www.polizei.bayern.de/aktuel...364/index.html

    Und mich hat das „Hobby“ schon in Häuser geführt wo mehr der Zustand der Wohnung als die Optik der Dame für mich ein Problem darstellte. Ob diese Wohnungen die meist seit Jahren genehmigt und mit allem „ausgerüstet“ sind weiß ich nicht. Könnte es mir aber vorstellen, dass es so ist, wenn es da seit Jahren keine Schließung etc. seitens der Behörden gab

  12. #1533
    Senior Member
    Registriert seit
    15.08.2024
    Beiträge
    626

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 32
    letzte 365 Tage: 29
    letzte 30 Tage: 3
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    418
    Erhielt 395 Danke für 214 Beiträge
    Zitat Zitat von bilch Beitrag anzeigen
    Suche „Prostituierte überfallen“
    Vielleicht auch mal dran denken, dass mit dem Nordischen Modell eine Prostituierte, die in einer Modellwohnung (betr. 2 von 3 Links hier) Opfer einer Gewalttat wird, nicht mehr zur Polizei gehen kann, weil dann direkt ihr Vermieter informiert wird und ihr kündigen muss.

  13. #1534
    Senior Member
    Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    679

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 10
    letzte 365 Tage: 2
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    1.280
    Erhielt 676 Danke für 334 Beiträge
    Zitat Zitat von Weaver0815 Beitrag anzeigen
    Vielleicht auch mal dran denken, dass mit dem Nordischen Modell eine Prostituierte, die in einer Modellwohnung (betr. 2 von 3 Links hier) Opfer einer Gewalttat wird, nicht mehr zur Polizei gehen kann, weil dann direkt ihr Vermieter informiert wird und ihr kündigen muss.
    Oje...

    Die darf doch (straffrei) anschaffen. Und warum darf die nicht zur Polizei gehen?

  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu bilch für den nützlichen Beitrag:


  15. #1535
    Senior Member
    Registriert seit
    15.08.2024
    Beiträge
    626

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 32
    letzte 365 Tage: 29
    letzte 30 Tage: 3
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    418
    Erhielt 395 Danke für 214 Beiträge
    Zitat Zitat von bilch Beitrag anzeigen
    Die darf doch (straffrei) anschaffen. Und warum darf die nicht zur Polizei gehen?
    Du scheinst nicht besonders gut über das Nordische Modell und seine Umsetzung informiert zu sein.

    https://www.hrw.org/news/2023/01/26/...s-sex-work-law

    The Spanish bill also threatens the right to housing, stipulating up to four years in prison for anyone (including other sex workers) who rents a room to “facilitate the prostitution of another person, even with their consent.”
    Sie kann zur Polizei gehen, aber die wir ihren Vermieter informieren, der ihr kündigen muss. Außerdem stehen von da an Polizisten in Zivil vor ihrem Haus und verhaften jeden, der zu ihr kommt. Wenn sie von der Prostitution lebt, verliert sie dadurch ihre Existenzgrundlage.

    Und wenn sie Ausländerin ist, wird sie abgeschoben (S. 6):

    https://www.lse.ac.uk/women-peace-se...-6-singles.pdf

    Es ist so lächerlich und heuchlerisch von den Befürwortern dieses Modells zu behaupten, dass sich das nicht gegen die Prostituierten richtet.
    Geändert von Weaver0815 (15.11.2025 um 16:47 Uhr)

  16. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Weaver0815 für den nützlichen Beitrag:


  17. #1536
    Inkompetent
    Registriert seit
    07.07.2021
    Beiträge
    473

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 3
    letzte 365 Tage: 0
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    552
    Erhielt 787 Danke für 266 Beiträge
    Zitat Zitat von Joker Beitrag anzeigen
    Mir ist eine solche Häufung aus seriösen Quellen bisher nicht begegnet – vor allem nicht in genehmigten Betrieben, wo Alarmknopf & Sicherheitskonzept Pflicht sind.
    Wenn eine Prostituierte lieber in der Unsicherheit einer Einzelwohnung, auf dem Straßenstrich oder Hausbesuchen arbeitet, dann ist das ihre persönliche Entscheidung, für deren Folgen sie allein verantwortlich ist. Ein rechtlich wie auch immer ausformuliertes Nordisches Modell würde nolens volens alle Prostituierten in diesen Bereich zwingen, weil es keine genehmigten Bordelle mehr geben würde!

    Schon deshalb ist die Behauptung, dieses Modell diene den Frauen, reine Heuchelei.

    I.Ü erinnere ich an Verlautbarungen der Polizei Stuttgart zu Corona-Zeiten, wonach die (gemeldeten) Übergriffe auf Prostituierte in Einzelappartements zugenommen hätten, weil die Bordelle geschlossen waren. Man appellierte damit an den Minister, diese doch wieder zu öffnen, was dann später durch den VGH geschah.

    Btw: Es stellt sich die Frage, wie man den Thread weiter führen will? Die Titelfigur Frau Bär ist mittlerweile Forschungsministerin und wird notfalls politikertypisch gar keine genaue Erinnerung mehr daran haben, was sie mal gefordert oder gesagt haben soll zum Thema Prostitution.

    Unter dem "Nordischen Modell" wird sie wohl eher verstehen, dass die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bei der Vergabe von Nobelpreisen hiesige Forscher regelmäßig nicht berücksichtigt. Was auch kein Wunder ist, wenn man betrachtet, wie in diesem Land mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs umgeht, dies seit Jahrzehnten. Wer irgendwie kann, der sucht so schnell wie mögliche das Weite, also alternative Beschäftigungsmöglichkeiten, als im letzten Refugium des Feudalismus zu verbleiben.
    Geändert von Drachentöter (15.11.2025 um 17:14 Uhr)

  18. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Drachentöter für den nützlichen Beitrag:


  19. #1537
    Meisterdetektiv Avatar von Knatterton
    Registriert seit
    09.09.2004
    Ort
    Kyritz an der Knatter
    Beiträge
    6.990
    Danke
    0
    Erhielt 9.425 Danke für 3.647 Beiträge
    Zitat Zitat von Weaver0815 Beitrag anzeigen
    Vielleicht auch mal dran denken, dass mit dem Nordischen Modell eine Prostituierte, die in einer Modellwohnung (betr. 2 von 3 Links hier) Opfer einer Gewalttat wird, nicht mehr zur Polizei gehen kann, weil dann direkt ihr Vermieter informiert wird und ihr kündigen muss.
    Zitat Zitat von Weaver0815 Beitrag anzeigen
    Du scheinst nicht besonders gut über das Nordische Modell und seine Umsetzung informiert zu sein.
    Was ist denn DAS Nordische Modell?

    In welchen Ländern ist das schon in Gesetze gegossen und wie ist denn die Umsetzung in diesen Ländern? Ist das überall identisch?

    Kennst du schon die [geplante] Umsetzung in Deutschland, dass du weißt, dass ein Vermieter einer [bekanntgewordenen] Prostituierten kündigen muss?

    Hier wird so vieles in einen Topf geworfen, mit einer gehörigen Portion Glaube, Hoffnung, Spekulation oder Vermutung gewürzt und kräftig umgerührt. Da kommt einfach nur ungenießbares heraus.
    Kombiniere ...

  20. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Knatterton für den nützlichen Beitrag:


  21. #1538
    Senior Member
    Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    679

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 10
    letzte 365 Tage: 2
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    1.280
    Erhielt 676 Danke für 334 Beiträge
    Zitat Zitat von Weaver0815 Beitrag anzeigen
    Du scheinst nicht besonders gut über das Nordische Modell und seine Umsetzung informiert zu sein.

    https://www.hrw.org/news/2023/01/26/...s-sex-work-law


    Sie kann zur Polizei gehen, aber die wir ihren Vermieter informieren, der ihr kündigen muss. Außerdem stehen von da an Polizisten in Zivil vor ihrem Haus und verhaften jeden, der zu ihr kommt. Wenn sie von der Prostitution lebt, verliert sie dadurch ihre Existenzgrundlage.

    Und wenn sie Ausländerin ist, wird sie abgeschoben (S. 6):

    https://www.lse.ac.uk/women-peace-se...-6-singles.pdf

    Es ist so lächerlich und heuchlerisch von den Befürwortern dieses Modells zu behaupten, dass sich das nicht gegen die Prostituierten richtet.

    Du weißt aber schon, dass wir in Deutschland leben? Und ja ich kenn mich damit nicht so gut aus wie du. Will oder brauch ich auch nicht. Du scheinst ja schon den fertigen Gesetzestext zu kennen. Gratuliere! Jeder hat halt so seine Hobbys und Ängste…

    Ich habe auch die Ängste wie du… Gott bewahre.

  22. Folgender Benutzer sagt Danke zu bilch für den nützlichen Beitrag:


  23. #1539
    Senior Member
    Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    679

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 10
    letzte 365 Tage: 2
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    1.280
    Erhielt 676 Danke für 334 Beiträge
    Zitat Zitat von Drachentöter Beitrag anzeigen
    Wenn eine Prostituierte lieber in der Unsicherheit einer Einzelwohnung, auf dem Straßenstrich oder Hausbesuchen arbeitet, dann ist das ihre persönliche Entscheidung, für deren Folgen sie allein verantwortlich ist.
    Diese Aussage finde ich ziemlich zynisch!

    Denn genau viele von denen werden weniger die Wahl haben.

  24. #1540
    Senior Member
    Registriert seit
    15.08.2024
    Beiträge
    626

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 32
    letzte 365 Tage: 29
    letzte 30 Tage: 3
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    418
    Erhielt 395 Danke für 214 Beiträge
    Zitat Zitat von Knatterton Beitrag anzeigen
    In welchen Ländern ist das schon in Gesetze gegossen und wie ist denn die Umsetzung in diesen Ländern? Ist das überall identisch?
    Schweden (1999)
    Norwegen (2009)
    Island (2009)
    Kanada (2014)
    Nordirland (2015)
    Frankreich (2016)
    Irland (2017)
    Israel (2020)

    Die Kriminalisierung der Vermietung an Prostituierte ist meines Wissens in allen Ländern so. Könnte jetzt einzeln versuchen nachzuweisen, dass das in jedem Land tatsächlich der Fall ist, was aber hoffentlich nicht nötig ist, da das ja eine ziemlich abstruse Situation wäre, dass die Nachfrage nach Prostitution illegal, aber das Vermieten an Prostituierte für die Manager der Prostituierten legal wäre. Daher glaube ich, ist hier Beweislastumkehr angebracht: Wenn jemand ein Land mit Nordischem Modell kennt, in dem das Vermieten an Prostituierte nicht kriminalisiert ist, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

    Zitat Zitat von Knatterton Beitrag anzeigen
    Kennst du schon die [geplante] Umsetzung in Deutschland, dass du weißt, dass ein Vermieter einer [bekanntgewordenen] Prostituierten kündigen muss?
    Nein, natürlich nicht, da kein Gesetzesentwurf existiert, aber es wäre doch sehr verwunderlich, wenn Deutschland anders als alle anderen Länder die Vermietung an Prostituierte und damit verbundenes Profitieren von der Prostitution erlauben würde.

  25. #1541
    Meisterdetektiv Avatar von Knatterton
    Registriert seit
    09.09.2004
    Ort
    Kyritz an der Knatter
    Beiträge
    6.990
    Danke
    0
    Erhielt 9.425 Danke für 3.647 Beiträge
    Schon wieder nur Pseudo-Wissen und Glaube.

    Zitat Zitat von Weaver0815 Beitrag anzeigen
    Die Kriminalisierung der Vermietung an Prostituierte ist meines Wissens in allen Ländern so. Könnte jetzt einzeln versuchen nachzuweisen, dass das in jedem Land tatsächlich der Fall ist, was aber hoffentlich nicht nötig ist, da das ja eine ziemlich abstruse Situation wäre, dass die Nachfrage nach Prostitution illegal, aber das Vermieten an Prostituierte für die Manager der Prostituierten legal wäre. Daher glaube ich, ist hier Beweislastumkehr angebracht:
    So läuft das nicht! Du behauptest es sei so, dann bitte entsprechende Belege!
    Kombiniere ...

  26. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Knatterton für den nützlichen Beitrag:


  27. #1542
    Senior Member
    Registriert seit
    15.08.2024
    Beiträge
    626

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 32
    letzte 365 Tage: 29
    letzte 30 Tage: 3
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    418
    Erhielt 395 Danke für 214 Beiträge
    Also hier ist, was ich auf die Schnelle gefunden habe. Die entsprechenden Stellen können mit Strg+f nach den Begriffen "evict" oder "rent" durchsucht werden, so sollte man die Stellen finden.

    Norwegen

    https://amnesty.no/sites/default/fil...l_unlocked.pdf

    Schweden

    https://committees.parliament.uk/wri...ce/64606/html/

    Spanien (geplant)

    https://www.hrw.org/news/2023/01/26/...s-sex-work-law

    Frankreich

    https://www.mescontactsutiles.pariss...hat-is-the-law

    Irland

    https://www.amnesty.ie/sex-workers-i...human-rights/#

    Canada

    https://www.readthemaple.com/content...klet---eng.pdf

  28. #1543
    Senior Member
    Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    679

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 10
    letzte 365 Tage: 2
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    1.280
    Erhielt 676 Danke für 334 Beiträge
    Zitat Zitat von Weaver0815 Beitrag anzeigen
    Also hier ist, was ich auf die Schnelle gefunden habe. Die entsprechenden Stellen können mit Strg+f nach den Begriffen "evict" oder "rent" durchsucht werden, so sollte man die Stellen finden.

    ....

    Frankreich

    https://www.mescontactsutiles.pariss...hat-is-the-law

    also bei Frankreich steht "Sexarbeit ist nicht gestattet. Der Vermieter kann Sie kündigen und Sie auf Immobilienportalen melden."

    Es steht nicht muss...
    Geändert von Knatterton (15.11.2025 um 21:28 Uhr) Grund: QUOTE-Fehler bereinigt

  29. #1544
    Senior Member
    Registriert seit
    15.08.2024
    Beiträge
    626

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 32
    letzte 365 Tage: 29
    letzte 30 Tage: 3
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    418
    Erhielt 395 Danke für 214 Beiträge
    Zitat Zitat von bilch Beitrag anzeigen
    also bei Frankreich steht "Sexarbeit ist nicht gestattet. Der Vermieter kann Sie kündigen und Sie auf Immobilienportalen melden."

    Es steht nicht muss...
    Haarspalterei würde ich sagen. Der entscheidende Punkt ist, dass es nicht mehr möglich ist, legal zur Ausübung der Prostitution eine Wohnung anzumieten. Und welcher Vermieter würde in so einer Situation nicht kündigen?

  30. #1545
    Senior Member
    Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    679

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 10
    letzte 365 Tage: 2
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    1.280
    Erhielt 676 Danke für 334 Beiträge
    Zitat Zitat von Weaver0815 Beitrag anzeigen
    Haarspalterei würde ich sagen. Der entscheidende Punkt ist, dass es nicht mehr möglich ist, legal zur Ausübung der Prostitution eine Wohnung anzumieten. Und welcher Vermieter würde in so einer Situation nicht kündigen?

    Vermutlich würden die Vermieter die so für Bruchbuden hohe Mieten erzielen keine Kündigung aussprechen, sondern dezent wegschauen bzw. mit „nichtwissen“ auch Vermieten.

    Aber ich will dir nicht widersprechen, du kennst dich besser aus und studierst das viel Gewissenhafter wie ich.

    Immerhin ist das ja noch erlaubt:

    „However, a sex act may be performed in a parked vehicle with the doors closed if it the people inside cannot be seen.“

  31. #1546
    Senior Member
    Registriert seit
    27.05.2018
    Beiträge
    186

    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 0
    letzte 365 Tage: 0
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    32
    Erhielt 412 Danke für 145 Beiträge
    Die F.A.Z. hat einen Podcast veröffentlicht, in dem über Klöckners Forderung nach einem Sexkaufverbot debattiert wird.
    Hier wird insbesondere auch noch mal auf das Ergebnis der Evaluation des ProSchuG eingegangen.

    Außerdem teilt eine Politik-Reporterin in dem Podcast mit, dass das Familienministerum ab dem 24. November eine Kommission einsetzen wird, um die Evaluation zu besprechen.
    Daraus wird dann resultieren, wie im Bereich Prostitution weiter vorgegangen wird.

    Hier der Link zum Podcast:
    https://podcastfuerdeutschland.podig...7-neue-episode

  32. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Tiger für den nützlichen Beitrag:


  33. #1547
    Webmaster Avatar von Joker
    Registriert seit
    12.08.2002
    Ort
    Schwabenländle
    Beiträge
    6.176
    Danke
    1.233
    Erhielt 8.767 Danke für 2.621 Beiträge
    Zitat Zitat von bilch Beitrag anzeigen
    Natürlich… wo für jemanden die „Häufigkeit“ anfängt ist schwierig fest zu machen.

    Danke für die Links – aber das bestätigt eigentlich meinen Punkt.

    Zum Begriff „Häufigkeit“:
    Der Duden definiert ihn eindeutig als „in großer Zahl vorkommend, sich wiederholt ereignend“.
    Und genau das sehe ich in deinen Beispielen nicht.

    Die meisten deiner Links betreffen
    – illegale Prostitution,
    – Schleusung / Zwangsprostitution,
    – Razzien
    oder allgemein Polizeiarbeit.

    Also gerade nicht genehmigte Betriebe nach ProstSchG. Dass dort ermittelt wird, zeigt eher, dass die Behörden hinschauen.

    Die Überfall-Fälle sind Einzelfälle, verteilt über verschiedene Jahre und Orte – keine „Häufigkeit“ im statistischen Sinne. In regulierten Betrieben mit Alarmknopf und Sicherheitskonzept ist so etwas äußerst selten.

    Kurz gesagt:
    Google findet immer Einzelfälle. Aber sie taugen nicht als Beleg dafür, dass Überfälle oder Missstände „in großer Zahl“ und „regelmäßig“ in legalen Arbeitsorten vorkommen.
    Joker

  34. #1548
    Senior Member
    Registriert seit
    15.08.2024
    Beiträge
    626

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 32
    letzte 365 Tage: 29
    letzte 30 Tage: 3
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    418
    Erhielt 395 Danke für 214 Beiträge
    Zitat Zitat von bilch Beitrag anzeigen
    Vermutlich würden die Vermieter die so für Bruchbuden hohe Mieten erzielen keine Kündigung aussprechen, sondern dezent wegschauen bzw. mit „nichtwissen“ auch Vermieten.
    Jeder Vermieter wird Angst haben, dass man ihm Profitieren von der Prostitution oder sogar Zuhälterei vorwirft, und das ganz besonders, wenn er von der Prostituierten höhere Mieten als marktüblich wären erhält. Da wird doch bei lebensnaher Betrachtung fast immer die Prostituierte gemeldet werden und eine Kündigung ausgesprochen werden.

    Und abgesehen davon ist wie gesagt das Problem, dass wenn die Prostituierte einen Übergriff anzeigt, die Polizei vor ihrer Tür steht und alle ihre Kunden festnimmt.

    Deswegen ist es einfach unredlich von den Unterstützern des Nordischen Modells, zu behaupten, die Prostituierte könnten doch problemlos zur Polizei gehen, denn sie selbst macht sich ja nicht strafbar.

    Zitat Zitat von bilch Beitrag anzeigen
    „However, a sex act may be performed in a parked vehicle with the doors closed if it the people inside cannot be seen.“
    Dieses Beispiel zeigt doch, dass genau das passiert, was Kritiker am Nordischen Modell bemängeln: Prostitution muss heimlich und an viel problematischeren Orten stattfinden, in diesem Fall in irgendeinem engen Auto auf einem dunklen, abgelegenen Parkplatz. Kein Alarmknopf, kein Sicherheitsdienst, nur eine beengte Rückbank, kein Bett, kein Waschbecken, keine Dusche, keine Toilette. Und das soll gut für die Frauen in der Prostitution sein sein.

    Das zeigt also doch nur wie absurd die Argumentation der Befürworter des Nordischen Modells ist: Angemeldete, staatlich geprüfte, sichere Prostitutionsstätten mit den hier genannten Anforderungen müssen schließen und alles verlagert sich an abgelegene, anonyme, unregulierte und unsichere Orte. Und dann wird behauptet, dass man das macht, um den Prostituierten zu helfen.

  35. #1549
    Senior Member
    Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    679

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 10
    letzte 365 Tage: 2
    letzte 30 Tage: 0
    letzte 7 Tage: 0
    Danke
    1.280
    Erhielt 676 Danke für 334 Beiträge
    Zitat Zitat von Joker Beitrag anzeigen
    Danke für die Links – aber das bestätigt eigentlich meinen Punkt.

    Zum Begriff „Häufigkeit“:
    Der Duden definiert ihn eindeutig als „in großer Zahl vorkommend, sich wiederholt ereignend“.
    Und genau das sehe ich in deinen Beispielen nicht.

    Die meisten deiner Links betreffen
    – illegale Prostitution,
    – Schleusung / Zwangsprostitution,
    – Razzien
    oder allgemein Polizeiarbeit.

    Also gerade nicht genehmigte Betriebe nach ProstSchG. Dass dort ermittelt wird, zeigt eher, dass die Behörden hinschauen.

    Die Überfall-Fälle sind Einzelfälle, verteilt über verschiedene Jahre und Orte – keine „Häufigkeit“ im statistischen Sinne. In regulierten Betrieben mit Alarmknopf und Sicherheitskonzept ist so etwas äußerst selten.

    Kurz gesagt:
    Google findet immer Einzelfälle. Aber sie taugen nicht als Beleg dafür, dass Überfälle oder Missstände „in großer Zahl“ und „regelmäßig“ in legalen Arbeitsorten vorkommen.
    Du hast selbstverständlich recht mit „legalen“ Betrieben.

    In meinem Beitrag (#1529) habe ich nichts von legalen Betrieben geschrieben. Die Links habe ich auch nicht daraufhin ausgewählt oder gesucht. Ich kann auch nicht sagen ob es in solchen Betrieben häufig vorkommt. Hoffentlich nicht. Insofern habe ich deine Frage nicht richtig beantwortet und meine Links sind nichts Wert… Sorry dafür.

    Aber mir geht es so, wenn ich von solchen „Übergriffen“ lese, dann denke ich gar nicht darüber nach, ob das in einem legalen Betrieb passiert ist. Und ich kann mir vorstellen, dass die Befürworter das nicht trennen. Und jeder Fall, egal wo ist Wasser auf deren Mühlen.

  36. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu bilch für den nützlichen Beitrag:


  37. #1550
    Senior Member Avatar von Tom Joad
    Registriert seit
    31.08.2021
    Beiträge
    634

    Berichte in der Verlosung
    Davon in der Verlosung:
    Insgesamt: 61
    letzte 365 Tage: 11
    letzte 30 Tage: 2
    letzte 7 Tage: 1
    Danke
    864
    Erhielt 927 Danke für 357 Beiträge
    Kündigung aufgrund polizeilicher Information:
    Deine (weaver) Behauptung (#1533) dass mit Einführung des Nordischen Modell in D eine Prostituierte, die in einer Modellwohnung Opfer einer Gewalttat wird, nicht mehr zur Polizei gehen kann, weil dann direkt ihr Vermieter informiert wird und ihr kündigen muss, ist nach wie vor nicht haltbar.
    Die Verweise zur Rechtslage in anderen Ländern sind nicht sonderlich relevant.

    Vermieter=Zuhälter:
    Zitat Zitat von Weaver0815 Beitrag anzeigen
    Jeder Vermieter wird Angst haben, dass man ihm Profitieren von der Prostitution oder sogar Zuhälterei vorwirft, und das ganz besonders, wenn er von der Prostituierten höhere Mieten als marktüblich wären erhält.
    Diese Angst müssten die Vermieter ja auch schon nach aktueller Rechtslage haben, für Karlsruhe kann ich sagen:
    Die Freude über die außerordentlich hohen Mieten scheint zu überwiegen.

    Meine Einschätzung:
    Bevor es konkrete Gesetzesentwürfe gibt macht es doch wenig Sinn mit düsteren Szenarien die Leser hier zu verunsichern.
    Geändert von Tom Joad (16.11.2025 um 09:25 Uhr)

  38. Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu Tom Joad für den nützlichen Beitrag:


Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •